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Was bedeutet die Bezeichnung Solar-Batterie?
Bei der Bezeichnung unserer Batterien finden Sie oft den Zusatz Solar. Was bedeutet das? Wir wurden bereits gefragt, ob sich diese Batterien in der Sonne selbständig aufladen können. Das ist natürlich nicht der Fall und wäre sicherlich einen Nobel-Preis wert.
Diese Batterien sind im Grunde genommen normale Geräte- oder Verbraucherbatterien die für eine Stromversorgung Ihrer Verbraucher an Bord ausgelegt sind. Der Zusatz Solar soll verdeutlichen, dass einige Typen konstruktionsbedingt zusätzlich besonders gut für die Verwendung in Solaranlagen geeignet sind.
Die passende Batterie
Wir werden immer wieder gefragt für welchen Batterietyp sich die Kunden entscheiden sollen. Folgende Faktoren sollten bei Ihrer Auswahl von Bedeutung sein.
- Wo wird die Batterie verbaut?
- Betreiben Sie eine Solar- oder Windkraftanlage?
- Wie oft muss die Batterie nachgeladen werden?
- Wie lang sind die Einlagerungszeiten bei Nichtnutzung z.B. im Winter ?
Grundsätzliche Vorteile von Blei-Gel-Batterien:
- Höhere Lebenserwartung da bis zu dreimal mehr Ladezyklen als bei Blei-Säure-Batterien möglich
- Wartungsfreie Bauart, kein Auffüllen notwendig
- Einsatz auch in Seitenlage möglich, besonders wichtig auf Booten
- Keine Gasung, daher auch Einsatz in Wohnbereichen möglich
Tiefentladung
Unter Tiefentladung eines Akkumulators versteht man die Stromentnahme bis zur nahezu vollständigen Erschöpfung der Ladekapazität des Akkumulators. Da Tiefentladungen schädlich für den Akkumulator sein können, sollten sie nach Möglichkeit vermieden werden.
Wann beginnt die Tiefentladung
Die Tiefentladung eines Akkumulators beginnt mit dem Unterschreiten der Entladeschlussspannung. Dies ist eine festgesetzte Spannung, bis zu welcher der Akkumulator entladen werden darf. Die Höhe der Entladeschlussspannung pro Zelle ist abhängig vom jeweiligen Akkumulatortyp.
Gründe für eine Tiefentladung
Für die Tiefentladung eines Akkumulators gibt es verschiedene Gründe (Beispiele)
- Akkumulator überaltert (Ende der Lebensdauer)
- Akkumulator wird nicht richtig aufgeladen
- Ladegerät nicht passend für den Akkumulator
- Ladegerät defekt
Welche Auswirkungen hat die Tiefentladung
Bei Bleiakkumulatoren sind die Auswirkungen vom Akkutyp abhängig. Starterbatterien sind für ständige Tiefentladung nicht geeignet, da bei einer Tiefentladung die aktive Masse der Plusplatten zu stark beansprucht wird. Bei Traktionsbatterien werden extra dicke Plusplatten verbaut und Spezialseparatoren verwendet. Dieser Akkumulatortyp ist weniger empfindlich gegen Tiefentladung. Die Tiefentladung kann bei Bleiakkumulatoren zur Sulfatierung der aktiven Masse und somit zu einem Kapazitätsschwund führen. Auf keinen Fall sollten tiefentladene Bleiakkumulatoren längere Zeit ungeladen gelagert werden, dies führt zu irreversiblen Schäden am Akku.
Woran erkennt man tiefentladene Akkumulatoren
Zunächst erkennt man die Tiefentladung durch eine Spannungsmessung des Akkumulators. Liegt die Batteriespannung unter der Entladeschlussspannung, wurde der Akkumulator tiefentladen.
Bei Bleiakkumulatoren kann man die Tiefentladung auch durch Messen der Säuredichte feststellen. Liegt die Säuredichte deutlich unter 1,1 kg/l, so wurde die Batterie tiefentladen. Einen tiefentladen Tiefentladene en Bleiakkumulator mit starker Sulfatation und vollständig verbrauchter Schwefelsäure erkennt man sofort beim Laden. Der anfangs hohe Ladestrom des Akkumulators oder der einzelnen Akkuzelle sinkt sehr schnell auf sehr kleine Werte ab. Dies ist eine Folge der inneren Kurzschlussbildung aufgrund des so genannten Dendritenkurzschlusses.
Regeneration der Akkumulatoren
Bleiakkumulatoren sollte man mit einem kleinen Ladestrom über einen längeren Zeitraum aufladen. Bei dieser Art der Ladung wird die Sulfatierung der aktiven Masse bei „leichten Fällen“ wieder behoben. Bei starker Sulfatation mit vollständig verbrauchter Schwefelsäure wird die Batterie unbrauchbar.