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Tiefentladung

Unter Tiefentladung eines Akkumulators versteht man die Stromentnahme bis zur nahezu vollständigen Erschöpfung der Ladekapazität des Akkumulators. Da Tiefentladungen schädlich für den Akkumulator sein können, sollten sie nach Möglichkeit vermieden werden.

Wann beginnt die Tiefentladung

Die Tiefentladung eines Akkumulators beginnt mit dem Unterschreiten der Entladeschlussspannung. Dies ist eine festgesetzte Spannung, bis zu welcher der Akkumulator entladen werden darf. Die Höhe der Entladeschlussspannung pro Zelle ist abhängig vom jeweiligen Akkumulatortyp.

Gründe für eine Tiefentladung

Für die Tiefentladung eines Akkumulators gibt es verschiedene Gründe (Beispiele)

  • Akkumulator überaltert (Ende der Lebensdauer)
  • Akkumulator wird nicht richtig aufgeladen
  • Ladegerät nicht passend für den Akkumulator
  • Ladegerät defekt

Welche Auswirkungen hat die Tiefentladung

Bei Bleiakkumulatoren sind die Auswirkungen vom Akkutyp abhängig. Starterbatterien sind für ständige Tiefentladung nicht geeignet, da bei einer Tiefentladung die aktive Masse der Plusplatten zu stark beansprucht wird. Bei Traktionsbatterien werden extra dicke Plusplatten verbaut und Spezialseparatoren verwendet. Dieser Akkumulatortyp ist weniger empfindlich gegen Tiefentladung. Die Tiefentladung kann bei Bleiakkumulatoren zur Sulfatierung der aktiven Masse und somit zu einem Kapazitätsschwund führen. Auf keinen Fall sollten tiefentladene Bleiakkumulatoren längere Zeit ungeladen gelagert werden, dies führt zu irreversiblen Schäden am Akku.

Woran erkennt man tiefentladene Akkumulatoren

Zunächst erkennt man die Tiefentladung durch eine Spannungsmessung des Akkumulators. Liegt die Batteriespannung unter der Entladeschlussspannung, wurde der Akkumulator tiefentladen.

Bei Bleiakkumulatoren kann man die Tiefentladung auch durch Messen der Säuredichte feststellen. Liegt die Säuredichte deutlich unter 1,1 kg/l, so wurde die Batterie tiefentladen. Einen tiefentladen Tiefentladene en Bleiakkumulator mit starker Sulfatation und vollständig verbrauchter Schwefelsäure erkennt man sofort beim Laden. Der anfangs hohe Ladestrom des Akkumulators oder der einzelnen Akkuzelle sinkt sehr schnell auf sehr kleine Werte ab. Dies ist eine Folge der inneren Kurzschlussbildung aufgrund des so genannten Dendritenkurzschlusses.

Regeneration der Akkumulatoren

Bleiakkumulatoren sollte man mit einem kleinen Ladestrom über einen längeren Zeitraum aufladen. Bei dieser Art der Ladung wird die Sulfatierung der aktiven Masse bei „leichten Fällen“ wieder behoben. Bei starker Sulfatation mit vollständig verbrauchter Schwefelsäure wird die Batterie unbrauchbar.